Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz BITKOM hat - sehr überraschend - herausgefunden, dass 23 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren im Internet Falschangaben zu ihrer Person machen. So wird gerne bei Alter und dem eigenen Namen geschummelt, aber auch bei Angaben zu Geschlecht, Telefonnummer oder Emailadresse.
Schockierende Zahlen - Für jemanden, der sich auf die Korrektheit derartiger Daten verlässt.
Aber auch für mich: Ich frage mich, wie 77 Prozent der Internetnutzer so blöd blauäugig sein können, ihre tatsächlichen persönlichen Daten im Internet anzugeben. Insbesondere in Zeiten, in denen der CEO eines führenden Social Media Portals die Privatshpäre und Datenschutz als überholt und altmodisch ansieht und so etwas am liebsten gleich über Bord werfen würde sollte man sich besser dreimal überlegen, ob man seine persönlichen Daten herausgibt. Denn das Internet vergisst nicht. Und der Spiegel titelt nicht umsonst: "Google - Der Konzern, der mehr über Sie weiß als Sie selbst".
Ich persönlich gebe persönliche Daten über meine Person nur an, wenn es unbedingt sein muss. Auch Offline. Mir ist meine Privatsphäre wichtig. Und auch, wenn man "nichts zu verbergen" hat, sollte man sich zweimal überlegen, ob man wirklich zu den blauäugigen 77 Prozent gehören will.