Aktuell sorgt das Thema Datenschutz mal wieder für viel Aufsehen in den Medien. Google will mit Street View jetzt auch in Deutschland gross loslegen - also Ansichten von Häusern und Grundstücken ins Netz stellen. Einer Emnid-Umfrage zufolge wollen das knapp die Hälfte der Deutschen nicht. Ganz von der Frage "pro oder contra Street View" mal abgesehen, offenbart das aber eine viel tiefergehende Problematik in Sachen Datenschutz: Wer hat das Recht, Daten über Dritte sammeln, in welchem Umfang und wem darf er sie unter welchen Umständen zur Verfügung stellen?
Letzte Woche war ich auf der Droidcon in Berlin. Da gab es neben einem Tag Barcamp einige interessante Konferenzvorträge. Etwas enttäuscht war ich vom Vortrag der Firma htc, die im Grunde nur Werbefilmchen über sich und ihre Marktausrichtung präsentiert haben. Das Incredible, was mich brennend interessiert hätte, haben sie aber leider nicht gezeigt. Interessanter waren da schon die Vorträge aus dem Developerbereich, wie etwa einer von einem Mitarbeiter von Vodafone über die Architektur von Android Apps.
Generell fand ich es schon etwas schade, dass viele Beiträge sowohl im Barcamp als auch auf der Konferenz schlicht Eigenwerbung - für eine Firma oder eine App - waren, meist gekonnt versteckt hinter einem vielversprechenden Titel. Wer würde bei einem Thema wie "Mobile Security" z.B. vermuten, dass da eine App vorgestellt wird, die die Pineingabe durch Spracherkennung ersetzt!?
Generell war die Veranstaltung aber gut organisiert, das Catering ausgezeichnet und die Beiträge von meist hoher Qualität. Beim nächsten Mal klappts dann bestimmt auch bei der Handyverlosung ;)
Wer für Android programmiert, kommt um Eclipse nicht herum. Prinzipiell ist es zwar möglich, auch in anderen IDEs bzw Editoren Android-Code zu entwickeln - dies erfordert allerdings extrem viel Handarbeit. Eine brauchbare Alternative zu Eclipse gibt es aktuell anscheinend nicht. Wer mit Eclipse arbeitet, wird allerdings wissen, dass diese IDE keineswegs perfekt ist. Speziell unter Ubuntu Linux in Verbindung mit dem Android SDK habe ich an diversen Stellen Eclipse den Teufel an den Hals gewünscht war ich manchmal nicht ganz zufrieden. Deswegen habe ich eine kleine Liste an Workarounds und How-Tos zusammengetragen, die das Leben und Arbeiten mit Eclipse erleichtern dürften...
Android gibt für seine Activities einen geordneten Lifecycle vor. Beim starten einer App wird für die "erste" Activity grundsätzlich onCreate(), dann onStart() und zuletzt noch onResume() ausgeführt. Während nur onCreate() überschrieben werden muss, können sämtliche anderen derartigen Methoden ausgelassen werden.
Nicht wirklich dokumentiert ist das Verhalten einer Activity bei Benutzerinteraktion. Ein Druck auf den back-Button schliesst die aktuelle Activity beispielsweise komplett durch Aufruf von onPause(), dann onStop() und schliesslich onDestroy(). Nicht ganz offensichtlich ist vielleicht, dass genau diese Methoden auch aufgerufen werden, wenn man das Handy um 90° dreht. Hier wird anschliessend die App komplett neu gestartet.

Wer mit Android Daten in Datenbanken speichern will, kommt an SQLite nicht wirklich vorbei. Das abgespeckte DBMS unterstützt alles, was man für Apps auf einem Smartphone brauchen könnte. Wer mit ein paar Zeilen Code auf eine Datenbank zugreifen möchte, benutzt am besten eine Klasse die von SQLiteOpenHelper() abgeleitet wird.
Android bringt von Haus aus Unterstützung einer ganzen Reihe von Sensoren mit, die Werte wie Temperatur, Helligkeit oder Orientierung auslesen können. Ob der jeweilige Sensor vom Gerät unterstützt wird verrät einem die Funktion getSensorList(). Der Zugriff auf die Hardware erfolgt über das Android SDK.
Zum Auslesen eines Sensors unter Android benötigt man zuerst einmal einen SensorManager, an den man einen SensorEventListener "hängt". Letzteren muss man sich selber schreiben, da die Klasse SensorEventListener abstrakt implementiert ist. Hierfür müssen aber prinzipiell nur zwei Funktionen implementiert werden, in denen die Daten des jeweiligen Sensors dann verarbeitet (ausgegeben) werden. Registriert wird der eigene Listener dann letztendlich beim SensorManager via registerListener(), wobei man gleich noch die Updaterate übergibt.
Speicherlösungen müssen heute groß, schnell und vor allem im Netz(-werk) verfügbar sein - dem Cloud-Computing-Hype sei Dank... Das Zauberwort heißt NAS und steht für "Network Attached Storage". Die Anschaffung eines solchen Geräts macht in meinen Augen auch durchaus Sinn. So kann man von mehreren Rechnern auf die gespeicherten Daten zugreifen und Dank Gigabit-LAN (das heute auch nichts mehr kostet) bremst das Netzwerk die Datenübertragung auch nicht mehr.
Auf dem Markt finden sich derzeit diverse Produkte, die neben einfacher Installation, Administration via Webinterface und schnellem Gigabit-LAN auch gleich RAID-Funktionalität mitbringen - sich auf den ersten Blick also als schneller und sicherer Netzwerkspeicher eignen.
Vor etwa einem Jahr griff ich zu der ~120€ wiegenden Icybox IB-NAS4220-B. Der Preis erschien mir recht gut - andere Lösungen schlugen gerne mit dem dreifachen zu Buche. Gleich vorab: Finger weg! Das gute Teil hielt nicht die Hälfte der Versprechen, die auf der Verpackung standen...
Seit Januar 2008 gibt es hierzulande ja die Vorratsdatenspeicherung, nach der Provider verpflichtet sind, verdachtsunabhängig alle anfallenden Verkehrsdaten bei Kommunikation via Internet und Telefon aufzuzeichnen und für 6 Monate vorzuhalten. Das Ganze ist natürlich nicht unumstritten und in Sachen Datenschutz und Grundrecht höchst bedenklich. Schliesslich wird da akribisch aufgezeichnet, wer wann mit wem telefoniert hat, welche Webseiten er besucht hat und so weiter und so fort…
Im Zeitalter des immer weiter um sich greifenden Überwachungswahns war ich dann doch sehr überrascht, als ich mir letztens einen UMTS-Stick auf Prepaidbasis zusammen mit einer entsprechenden SIM-Karte zulegte. Ihr kennt das ja sicher: Handyvertrag abschliessen? Da wird erstmal der Perso kopiert und die Seriennummer ins Firmennetz eingepflegt, die Schufa-Glaskugel wird befragt usw. Dass hier noch keine Nacktscanner eingesetzt werden ist schon alles…
Es ist ruhig geworden rund um das Thema Zensur hier in Deutschland. Waren die vergangenen Jahre geprägt von Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren und Three-Strikes-Modellen, ist die Debatte aus dem Focus der Öffentlichkeit gerückt. Zu Unrecht! Denn das Thema Zensur ist aktueller denn je...
Der elektrische Reporter hat jetzt einen schönen Beitrag zum Thema Zensur veröffentlicht. Titel: "Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz".
Neu ist die Debatte um Zensur - speziell im bööösen Internet ja nun wirklich nicht. Die aktuell eher spärliche Präsenz des Themas in den Massenmedien ist allerdings kein Grund zum Aufatmen.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz BITKOM hat - sehr überraschend - herausgefunden, dass 23 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren im Internet Falschangaben zu ihrer Person machen. So wird gerne bei Alter und dem eigenen Namen geschummelt, aber auch bei Angaben zu Geschlecht, Telefonnummer oder Emailadresse.
Schockierende Zahlen - Für jemanden, der sich auf die Korrektheit derartiger Daten verlässt.
Aber auch für mich: Ich frage mich, wie 77 Prozent der Internetnutzer so blöd blauäugig sein können, ihre tatsächlichen persönlichen Daten im Internet anzugeben. Insbesondere in Zeiten, in denen der CEO eines führenden Social Media Portals die Privatshpäre und Datenschutz als überholt und altmodisch ansieht und so etwas am liebsten gleich über Bord werfen würde sollte man sich besser dreimal überlegen, ob man seine persönlichen Daten herausgibt. Denn das Internet vergisst nicht. Und der Spiegel titelt nicht umsonst: "Google - Der Konzern, der mehr über Sie weiß als Sie selbst".
Ich persönlich gebe persönliche Daten über meine Person nur an, wenn es unbedingt sein muss. Auch Offline. Mir ist meine Privatsphäre wichtig. Und auch, wenn man "nichts zu verbergen" hat, sollte man sich zweimal überlegen, ob man wirklich zu den blauäugigen 77 Prozent gehören will.
